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 Betreff des Beitrags: Teil 4 2003 - 2011
BeitragVerfasst: 27. Nov 2010, 12:09 
Forum Admin

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2003-2004:
Auch in der folgenden Spielzeit belegt die Mannschaft von Hansi Flick und Co-Trainer Alfred Schön den fünften Tabellenplatz in der Regionalliga Süd. Doch das Dorf Hoffenheim steht aufgrund des Erfolges im DFB-Pokal erstmals bundesweit im Fokus, sensationell wirft man Bayer Leverkusen im Achtelfinale aus dem Wettbewerb. Im Viertelfinale verliert die junge Mannschaft unglücklich gegen VFB Lübeck, dennoch ist dies ein beachtlicher Erfolg und kühne neue Träume werden geboren. Im Sommer 2004 wird das neue Trainingszentrum in Hoffenheim fertiggestellt, ein hochmoderne Einrichtung mit zwei angeschlossenen Trainingsplätzen. Diese neue Kapazitäten, sowie die Einführung des Voll-Profitums legen den Grundstein für die neuen Ziele und Visionen im Kraichgau. Am Ende muss sich die Mannschaft mit dem siebten Platz begnügen. Im DFB-Pokal scheidet die TSG Hoffenheim in der ersten Runde gegen Bundesligist Hansa Rostock aus.

2004-2005:
Mit einer gezielt verstärkten Mannschaft startet Hoffenheim in die neue Saison. Der neue sportliche Berater Karlheinz Förster soll mit seinem Fachwissen helfen die ehrgeizigen Ziele der Mannschaft und des Vorstands zu erreichen. Nach einer bitteren Niederlage gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart im November 2005 zieht der Verein die Notbremse und Trainer Hansi Flick muss den Trainerstuhl räumen. Der erfahrene Lorenz-Günther Köstner, Trainer vieler Erst- und Zweitligisten, übernimmt fortan das Traineramt. Die Mannschaft spielt eine mäßige Rückrunde und landet am Ende noch auf dem vierten Platz. Doch Trainer Lorenz-Günther Köstner und der sportliche Berater Karlheinz Förster treten nach der erneut verpassten Chance zurück und machen Platz für einen neuen Angriff auf die Aufstiegsplätze. Erfolgreicher sind die A-Junioren, sie schaffen den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse und spielen seitdem in der Bundesliga Süd/Südwest.

2006-2007:
Mit dem Bruch im Juni 2006 beginnt eine neue Ära in Hoffenheim, neue Strukturen werden unter der Anleitung von Mäzen Dietmar Hopp geschaffen. Mit der Vorstellung des neuen Cheftrainers gelingt 1899 Hoffenheim eine erste Sensation. Ralf Rangnick, Vizemeister und Champions League Teilnehmer mit Schalke 04, unterschreibt für fünf Jahre im Kraichgau. Außerdem kommen noch Bernhard Peters, ehemaliger Hockeytrainer und zweimaliger Weltmeister mit den Herren, unter anderem als Sportdirektor für den DFB im Gespräch, sowie Nationalmannschaftspsychologe Hans-Dieter Hermann und Manager Jan Schindelmeiser. Doch nicht nur in der sportlichen Abteilung werden neue Strukturen geschaffen, unter der Federführung des renommierten Geschäftsführers Jochen A. Rotthaus wird die TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH mit neuen Kräften verstärkt, um Anhängern, Partner oder Freunden den maximalen Kundenservice und infrastrukturelle Innovationen bieten zu können. Die massiven Veränderungen in der Sommerpause sorgen jedoch für einen Fehlstart, der durch den geglückten Aufstieg am Ende der Saison in Vergessenheit geraten ist. 1899 muss sich am Ende nur hinter SV Wehen Wiesbaden einreihen, die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick belegt mit 15 Punkten Vorsprung den zweiten Tabellenplatz. Das angestrebte Ziel Aufstieg in die zweite Bundesliga wird endgültig erreicht und die sportliche und wirtschaftliche Führung kann mit den Planungen für die nächste Saison beginnen. Aufgrund von Auflagen des DFB muss das Dietmar-Hopp-Stadion in der Sommerpause umgebaut werden. Die Bauarbeiten verlaufen reibungslos und zu Beginn der neuen Saison können die Spieler wie gewohnt in ihrer neuerdings 6.350 Mann fassenden Arena spielen.

2007-2008:
Der Voraussicht der angestrebten Entwicklung von 1899 Hoffenheim und der verbundenen Expansion geschuldet, legt man besonderes Augenmerk auf die Infrastruktur, zusätzliche Kapazitäten werden geschaffen. Dietmar Hopp entschließt sich an der A6 gegenüber dem Technikmuseum in Sinsheim ein neues Stadion für 30.000 Menschen zu bauen, um der Metropolregion Rhein-Neckar, nach der SAP-Arena in Mannheim, eine weitere sportliche Wettkampfstätte auf internationalem Top-Niveau zu schenken. Zusätzlich bekommt die TSG 1899 Hoffenheim ein neues Trainings- und Geschäftsstellenzentrum in Zuzenhausen. Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft nehmen am 22. April 2008 am Spatenstich teil. Auf knapp 7000 Quadratmetern Nutzfläche soll bis Herbst 2009 in Zuzenhausen eines der modernsten Trainingszentren in Deutschland entstehen. Derzeit sind vier Trainingsfelder geplant, bei Bedarf mit der Option auf weitere Plätze. Die Geschäftsstelle wie die Verwaltungs-, Medien- und Marketingbereiche sowie Besprechungs- und Konferenzräume beinhalten. Insgesamt wird das Trainingszentrum auf drei Stockwerke unterteilt. Im gegenüberliegenden Schlossgebäude, welches aufwendig saniert wird, findet die U23 ihren Platz, zusätzlich finden sich auch dort Büro- und Konferenzbereiche.

Doch auch im sportlichen Bereich zeigten die Verantwortlichen höchsten Einsatz und können einige Verstärkungen für die nächste Saison präsentieren. Die Investitionen auf dem Transfermarkt sorgen für Aufsehen, mit Carlos Eduardo für acht Millionen wird der teuerste Spieler der zweiten Bundesliga verpflichtet - eine Investitionen in die Zukunft. 1899 Hoffenheim stellt nach Kaiserslautern die mit Abstand jüngste Mannschaft in der Bundesliga. Der Kader macht sich bezahlt, nach einer mäßigen Hinrunde mit dem achten Tabellenplatz, steigert sich die Mannschaft in der Rückrunde und erreicht nach sieben Siegen in Folge zum ersten Mal einen Aufstiegsplatz. Am letzten Spieltag hat die junge Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick dann die Möglichkeit durch einen Sieg vor eigenem Publikum den Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen. 5:0 heißt es am Ende gegen Greuther Fürth und der Aufstieg ist perfekt. In Sinsheim haben sich 10.000 Menschen zum Public-Viewing und zur anschließenden Saisonabschlussfete in der Messehalle versammelt, um mit ihren Helden gemeinsam den Aufstieg
in die höchste deutsche Spielklasse zu feiern.

2008-2009:
Als 50. und bislang letzter Verein schafft 1899 Hoffenheim zur Saison 2008/09 den Sprung in die Bundesliga. Zum Auftakt gelingt in Cottbus ein 3:0-Erfolg, der Beginn einer sensationellen Vorrunde. Im Mannheimer Carl-Benz-Stadion absolviert die Mannschaft von Ralf Rangnick die Heimpartien der Vorrunde. Mit offensivem Fußball begeistert man die Menschen der Metropolregion Rhein-Neckar. Die anfänglichen Zweifel über die Akzeptanz sind schnell verflogen. Ungeschlagen verabschiedet man sich aus Mannheim mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft in die neue, schmucke Arena an der Autobahn A6 mit dem Namen „Rhein-Neckar-Arena", die am 24. Januar 2009 mit einer beeindruckenden Licht- und Entertainment Show eingeweiht wird. Das Premieren-Spiel in der Arena gewinnt 1899 Hoffenheim gegen eine Auswahl der Metropolregion mit 6:2 und auch die Bundesliga-Premiere in der „Rhein-Neckar-Arena" gegen Energie Cottbus glückt. Leider hat 1899 in der Rückrunde mit Verletzungssorgen zu kämpfen und kann erst gegen Ende der Saison wieder an die Leistungen der Vorrunde anknüpfen. Der siebte Tabellenplatz ist jedoch weit mehr, als man sich vor Saisonbeginn erträumt hat.

2009-2010:
Erwartungsfroh startete 1899 in die Saison 2009/10, an den Erfolg der ersten Bundesliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte galt es anzuknüpfen und die Fans erneut mit attraktivem Fußball der Marke 1899 zu begeistern. Zum Ende der Vorrunde fand sich die Mannschaft von Ralf Rangnick erneut auf dem 7. Tabellenplatz wieder und feierte zudem den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Doch der Rückrunde fehlte wie schon im Vorjahr die nötige Konstanz. 1899 verlor nach drei Niederlagen in Serie den Anschluss nach oben und fand sich im Mittelfeld der Tabelle wieder. Auch im DFB-Pokal war in Bremen Schluss. Siege und Niederlagen wechselten sich im weiteren Saisonverlauf ab, nur dank eines Schlussspurts mit drei Siegen und zwei Remis sicherte man sich am Ende Rang elf.

2010-2011:
In der Saison 2010/11 begann sich das Trainerkarussell erstmals seit 2006 wieder bei 1899 zu drehen. Cheftrainer Ralf Rangnick, der erst im Mai 2010 seinen Vertrag vorzeitig verlängerte, verließ 1899 nach einer soliden Vorrunde in der Winterpause. Sein Co-Trainer Marco Pezzaiuoli übernahm fortan die Verantwortung und führte die Mannschaft trotz der Abgänge von Luiz Gustavo und Demba Ba in ruhiges Fahrwasser. Doch auch für Pezzaiuoli war nach Platz elf Schluss – das Hamburger Urgestein Holger Stanislawski übernahm zur neuen Saison das Zepter bei 1899 Hoffenheim.

2011-2012
Die Ära Stanislawski begann verheißungsvoll. Zwar unterlag man in der ersten Partie unglücklich bei Hannover 96, doch sammelte man in den folgenden sechs Spielen 12 Punkte und belegte Tabellenplatz vier. Bis zur Winterpause zeigte die Fieberkurve stetig nach unten. Dem Heimerfolg gegen Borussia Mönchengladbach Ende Oktober folgten drei Remis in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. Da sich dazwischen drei Auswärtsniederlagen einreihten, überwinterte Hoffenheim auf Rang 9. Die Unentschieden vor heimischem Publikum rissen auch nach der vierwöchigen Pause nicht ab. Zudem schied Hoffenheim gegen Zweitligist Greuther Fürth zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte im DFB-Pokal-Viertelfinale aus. Die TSG zog die Reißleine und trennt sich vom Trainerteam um Holger Stanislawski. Markus Babbel übernahm fortan die Geschicke und startete mit drei Remis und einem Auswärtssieg in Wolfsburg. Hoffenheim schien gefestigt, doch der Schein trügte. Bei Bayern München setzte es eine herbe 1:7-Schlappe und auch das Derby gegen den VfB Stuttgart ging verloren. Eine Woche später schaffte die TSG aber die Kehrtwende. Im Borussia-Park zu Mönchengladbach drehten die Kraichgauer einen 0:1-Rückstand und behielten mit 2:1 die Oberhand. Dank einer Serie von elf Punkten aus fünf Spielen und dem Ende des Heimfluchs gegen den Hamburger SV, freute sich die TSG auf ein „Endspiel“ um Platz Sieben, der zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigte. Hoffenheim unterlag Bayer Leverkusen und musste die Hoffnungen auf Europa begraben. Die letzten beiden Partien gegen Nürnberg und Berlin gingen ebenso verloren, so dass die TSG am Ende der Saison 2011/12 zum dritten Mal in Folge mit Platz 11 in die Sommerpause ging.


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